Gescannte Originalvorlage auf Papier
Vektorisierungsergebnis
Automatische Vektorisierung?
Immer wieder hört man die Hoffnung, daß Papierpläne von Gebäuden mit Hilfe von Vektorisierungssoftware automatisch in CAD -Dateien umgewandelt werden können. Eine gesicherte Tatsache ist, daß dies nicht der Fall ist.Bei der automatischen Vektorisierung wird die Papiervorlage zunächst gescannt und daraus eine Bildgrafik erzeugt. Diese Bildgrafik, eine sog. Bitmap, kennt nur ein- und ausgeschaltete Bildpunkte, sonst nichts.
Die Vektorisierungsprogramme versuchen nun, die Punktwolken der eingescannten Bitmaps zu interpretieren und in CAD-Objekte wie Linien, Bögen, Kreise, Bemaßung und Texte umzuwandeln. Dazu analysiert diese Software jeden einzelnen Bildpunkt sowie die umgebenden Bildpunkte. Das Ergebnis sind Interpretationen der gescannten Zeichnung. Dabei tauchen eine Reihe von Problemen auf:
- Trotz der eingebauten Säuberungsfunktionen werden Verschmutzungen der Zeichnung und Knickfalten unzulässigerweise in Geometrieobjekte umgewandelt.
- Die Software kann handgezeichnete Bemaßung und Text nur sehr schwer erkennen und löst sie in Linienstücke auf.
- Kreise und Bögen werden unzulässigerweise zumeist in Polygone und Linienstücke umgewandelt.
- Linien werden in unzusammenhängende Linienstücke zerrissen.
- Die entstehende Zeichnung ist nicht maßhaltig.
- Die tatsächlich gezeichneten Linien entsprechen nicht den Bemaßungen
Insgesamt bleibt festzustellen, daß der Aufwand bei der Nachbearbeitung einer automatisch vektorisierten Zeichnung höher ist, als der Aufwand für das Neuzeichnen.




















